Ausflug des Fördervereins: Wandern am Donnersberg
Das Wetter sah alles andere als vielversprechend aus – dicke Regenwolken zogen über den Himmel, das Radio sendete eine katastrophale Prognose und nur das zu Rate gezogene ZDF-Wetterradar versprach etwas Besserung. Da war es kein Wunder, dass das Telefon mehrfach klingelte und Nachfragen kamen, ob denn der Ausflug des Fördervereins wirklich stattfinden würde. Er fand statt und das Wetter wurde besser.
Kurz hinter Grünstadt wurde es heller und als wir dann – bei geänderter Route – im Keltendorf eintrafen, schaute ab und zu sogar ein Stück blauen Himmels durch die Wolken.
Das besichtigte Keltendorf ist kein Original, vermutlich stand hier auch nie eines, sondern es wurde erst vor wenigen Jahren errichtet. Auf dem Donnersberg, wo sich in hervorragender strategischer Position die Reste einer keltischen Ringwallanlage befinden, die mit insgesamt 8,5 km Länge eine der größten dieser Art nördlich der Alpen war, wurde aus Gründen des Naturschutzes keine Baugenehmigung erteilt. Und so entschloss man sich, in die Nähe zu ziehen, und das Dorf am Fuße des Berges zu errichten. Kundige und gutgelaunte Führer stehen bereit und zeigen den Besuchern das kleine, aus fünf bis sechs Häusern bestehende Dorf. Weitere Höhepunkte neben der Besichtigung des Dorfes sind die Besteigung des Turmes mit herrlichem Blick über die Rheinebene bis hin zum Odenwald (wenn es das Wetter denn zulässt) und der Schuss Met am Ende, der den Erwachsenen zum Abschied gereicht wurde.
Weiter ging es. Erst mit dem Bus hinauf nach Falkenstein, wo die eigentlich Wanderung begann und von dort einen leichten Wanderweg hinab nach Imsbach. Bei einer kurzen Pause an der Kupferhütte konnten wir den ebenfalls großartigen Blick diesmal nach Westen genießen, bevor wir dann (immer noch trocken) unser nächstes Ziel, das Bergwerk „Weisse Grube“ erreichten. Auch hier stand ein ausgesprochen engagierter und begeisterter Führer bereit, der uns durch die dunklen engen Stollen leitete. Interessant war es wirklich zu sehen, wie mühsam die Förderung der kostbaren Erze war - Eisen, Kupfer, Mangan und Kobald wurden hier gewonnen. So konnte in einer Schicht von 12 h ein Stollen nur ca. 2 cm vorangetrieben werden.
Jetzt wurde es allerdings Zeit den Weg nach Falkenstein zurück anzutreten, um noch halbwegs im Hellen im Falkensteiner Hof einzutreffen. Kurz nach dem letzten Anstieg hat uns die Regenwolke dann doch noch erwischt, angesichts des vorherigen doch anstrengenden Weges und des nahen Restaurants haben wir das dann aber mit Gelassenheit ertragen. Nach einem letzten herrlichen Blick über die Landschaft, einer ausgiebigen Portion Pfälzer Spezialitäten ging‘s dann wieder zurück nach Mannheim.
Fazit: Auch wenn die Teilnehmerzahl überschaubar war, gehen wir nächstes Jahr wieder wandern – da mag der Himmel noch so dunkel sein.